Geschichte der SELK

Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. So sollen sagen, die erlöst sind durch den HERRN, die er aus der Not erlöst hat und die er aus den Ländern zusammengebracht hat vom Aufgang, vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer. (Psalm 107,1-3)

SELK - Sichere Orte

Anschreiben und Orientierungshilfe

Die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) ist eine konfessionelle Minderheitskirche auf der Grundlage der lutherischen Bekenntnisbildung des 16. Jahrhunderts (Reformation). Die Schwerpunkte der lutherisch-konfessionellen Bildungen selbständiger Kirchen am Anfang des 19. Jahrhunderts lagen in Preußen, Hannover, Hessen und Sachsen. Hauptgrund waren damalige bekenntnisverwischende Unionsbestrebungen, Rationalismus und Liberalismus. Der Zusammenschluss der damals verschiedenen kleinen selbständigen evangelisch-lutherischen Kirchen zur SELK 1972, kann durchaus als Ergebnis eines ökumenischen Lernprozesses im kleinen verstanden werden. 1991 schließen sich die sogenannten „altlutherischen“ Gemeinden aus der ehemaligen DDR der SELK an.

 

Die SELK bestimmt ihren Ort im Raum der Einen Christenheit: Sie „steht in der Einheit der heiligen, christlichen und apostolischen Kirche, die überall dort ist, wo das Wort Gottes rein gepredigt und die Sakramente nach der Einsetzung Christi verwaltet werden (CA VII). Sie bezeugt Jesus Christus als den alleinigen Herrn der Kirche und verkündigt ihn als Heiland der Welt. Dabei ist die SELK gebunden an die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments als an das unfehlbare Wort Gottes, nach dem alle Lehren und Lehrer der Kirche beurteilt werden sollen. Sie bindet sich daher an die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche, weil in ihnen die schriftgemäße Lehre bezeugt ist.“ (aus Artikel 1 Grundordnung der SELK)

 

Struktur: Zur SELK gehört, wer in einer ihrer Gemeinden (in aller Regel als Kind) getauft oder in sie aufgenommen oder überwiesen wird (meistens durch gegenseitige Abkommen mit den Großkirchen geregelt). Sie ist offen für alle Menschen.

 

Die SELK hat in Deutschland ca. 40.000 Kirchglieder. Sie ist Körperschaft des öffentlichen Rechtes, verzichtet jedoch auf das Recht, Kirchensteuern im Lohnabzugsverfahren zu erheben, um unabhängig und selbständig zu bleiben, und die eigene Verantwortung ihrer Glieder für ihre Kirche bewusst zu machen, die ihre kontinuierlichen Beiträge und Spenden selbst festlegen, damit ihre Kirche erhalten bleibt. Damit unterhält sie neben etwa 200 Gemeinden, die von ca. 135 Pfarrern betreut werden.

 

Die SELK ist synodal verfasst, und die Entscheidungsgremien sind mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern paritätisch besetzt.

 

Werke etc.: Die SELK unterhält eine eigene staatlich anerkannte „Lutherische Theologische Hochschule“ (in Oberursel / Taunus in der Nähe von Frankfurt a. M.) und ein eigenes Missionswerk: Zum einen die „Lutherische Kirchenmission (Bleckmarer Mission)“ in der Nähe von Hannover / Celle, außerdem als Rundfunkmission die „Lutherische Stunde“.

 

Diakonie: Neben der Verbindung zum Diakonischen Werk der EKD und der Unterstützung deren Katastrophenhilfe und „Brot für die Welt“ etc., sind verschiedene diakonische Einrichtungen (Krankenhaus, Beratungsstellen, Alten- und Kinderheime, Kindergärten und Spielkreise usw.) Lebensäußerungen der SELK, in denen sie den Dienst der Nächstenliebe an allen Menschen in dieser Welt tut. Darüber hinaus werden in einigen Gemeinden Suppenküchen, Jugendtreffs usw. unterhalten.

 

Die Christusgemeinde in Uelzen arbeitet neben Besuchs- und Hilfsdiensten, der Notfallseelsorge etc. auch in der Evangelischen Ehe- und Lebensberatungsstelle in Uelzen mit.

 

Unter Ökumene: Die SELK steht in der Einheit der einen, heiligen, christlichen und apostolischen Kirche, die überall dort ist, wo das Wort Gottes, Alten und Neuen Testamentes, gepredigt und die Sakramente nach der Einsetzung Christi verwaltet werden (Grundordnung der SELK). Trotz ihrer Eigenständigkeit und schmerzlichen Trennung aufgrund von Lehrunterschieden von den Großkirchen und Freikirchen ist ihr bewusst:

 

„Dass die sichtbare Folge des Streites um die Wahrheit die Spaltung der Kirche ist, die Trennung in viele Konfessionen, Kirchen und Gruppen. Aber diese Spaltung hebt die Einheit nicht auf. So paradox es klingt: Trotz aller Trennungen gibt es nur einen Christus, nur eine Kirche, nur ein Volk Gottes. Denn in allen Konfessionen wirkt und handelt der eine Christus und der eine Heilige Geist, wo immer das Wort Gottes und die Sakramente etwas ausrichten. Und deshalb leben dort Christen, die im Glauben mit Christus zu einem Leib verbunden sind. In diesem Sinne ist die Einheit nicht von den Menschen erst herzustellen, sondern schon vorhanden. Freilich soll diese Einheit auch für jedermann erkennbar werden. Dazu muss man Trennungen überwinden und abbauen – aber nicht auf Kosten der Wahrheit des Evangeliums.“ (aus: Ökumenische VerantWORTung – Handreichung SELK)

 

Deswegen ist die SELK der Ökumene und dem Dialog mit den anderen Konfessionen und Kirchen verpflichtet! Dieser ökumenischen Verpflichtung kommt sie auf verschiedene Weise nach:

 

So arbeitet sie u.a. führend im weltweiten International Lutheran Council (ILC) mit, dem auch Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB) angehören. Die SELK strebt außerdem den Status eines assoziierten Mitgliedes im LWB an.

 

In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Bundesrepublik ist sie Vollmitglied und im Vorstand leitend vertreten. In vielen Städten ist sie Gründungsmitglied des ACK.

 

Sie arbeitet darüber hinaus in verschiedenen Ausschüssen und Werken der EKD und der VELKD verantwortlich mit.

 

Auch auf der Gemeindeebene sucht sie Kontakt, Dialog und Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Kirchen, mit denen auch ökumenische Gottesdienste (Weltgebetstag, Jugendkreuzweg und andere ökumenische Gottesdienste) gefeiert werden, um den gemeinsamen Herrn Jesus Christus zu verkündigen. „Dabei ermutigt er uns Christen, seinem Wort treu zu sein, die Mitchristen zu lieben und gemeinsam mit ihnen auf Christus hin zu wachsen.“ (aus: Ökumenische VerantWORTung)

 

Unter Kontakte:

Pastor Robert Mogwitz (Ehe-, Lebens- und Familienberater der DAJEB)

Oldenstädter Str. 26

29525 Uelzen

Telefon: 0581 / 73783

Fax: 0581/ 16697

E-Mail: Uelzen@selk.de

info@selk-uelzen-molzen.de

Homepage: www.selk-uelzen-molzen.de

 

Für Fragen, Informationen und Gespräche stehe ich Ihnen gerne jederzeit unter obigen Nummern zur Verfügung. Beratungen in Krisensituationen und seelsorgliche Gespräche sind für alle nach Terminabsprache möglich.